Geothermie, besser bekannt unter dem Begriff Erdwärme, nutzt die Wärme im Innern der Erde. Diese stammt teilweise noch aus der Zeit der Erdentstehung oder wird durch radioaktive Zerfallsprozesse gebildet. Diese Energie kann direkt in Form von Wärme genutzt werden oder indirekt in Strom umgewandelt werden.
 
Man unterscheidet:
   -> oberflächennahe Geothermie
   -> tiefe Geothermie
 
Die oberflächennahe Geothermie wird fast ausschließlich für Heizwecke genutzt. Mit Wärmepumpen können sie direkt zur Heizung von Gebäuden eingesetzt werden und tragen so zur Einsparung von Heizmaterial im Winter bei. In Tunnelbauwerken und stillgelegten Stollen sammelt sich warmes Grundwasser, aus welchem thermische Energie gewonnen werden kann.
 
In tieferen Lagen befinden sich heiße Wasser-Dampf-Fluide, die zur im Wärmetauschverfahren oder zur Betreibung einer Turbine genutzt werden können. Man verwendet zirkulierende Systeme, um die Druckverhältnisse stabil und die Umwelteinflüsse so gering wie möglich zu halten. Dazu wird das abgekühlte Fluid wieder in die Tiefe zurückgepumpt.
Oft werden Standorte in Regionen mit vulkanischer Tätigkeit gewählt, da hier die Temperaturen schon in geringer Tiefe mehrere hundert Grad betragen.
 
Vorteile:
  • Einsparung von Heizkosten und Lagerfläche für Heizmaterial
  • Umweltschonender als Öl-/Gasheizung
  • "grenzenlos" verfügbar
 
Nachteile:
  • hoher finanzieller Aufwand
  • hohe bohrtechnische Erschließungsrisiken
  • Gefahr von Erderschütterungen und Erdstößen
  • je nach Bodenbeschaffenheit kann giftiger Schwefelwasserstoff freigesetzt werden
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